Damen I



Laden...

Das Wetter meinte es an diesem Tag nicht gut mit allen Beteiligten. Fast pünktlich zum Anpfiff öffnete der Himmel seine Pforten und ließ die Anwesenden, im Gegensatz zu den Spielerinnen kurz darauf, im Regen stehen. Die ungewohnt zahlreich erschienen Zuschauer ließen sich von einem typisch klassisch-launischen April-Tag aber nicht abschrecken– der Name des heutigen Gastes zieht in dieser Hinsicht dann doch. Trotz Ferienbeginn und damit einem gewaltigen Aderlass – insgesamt fehlte mehr als eine Handvoll Spielerinnen, die sonst in der Startformation zu finden sind – war der Kader auf Seite der Hausherrinnen gut aufgestellt.

Sei es, dass der namhafte Gegner, oder der „Grottenkick“ der ersten Halbzeit in der Vorwoche bei den Spielerinnen für Zusatzmotivation gesorgt haben mochte– das Auftreten war ein ganz anderes als noch im Spiel davor. Von Beginn an setze man sich in des Gegners Hälfte fest und bereits in den ersten Minuten gab es mehrfach die Möglichkeit in Front zu gehen. Wie so oft fehlte aber das notwendige Zielwasser bzw. stand abermals eine gute Torhüterin dem Torerfolg im Weg.  Doch die Führung sollte noch in der ersten Viertelstunde des Spiels gelingen. Nach schöner Vorlage von Maya war es die einlaufende Sophia die aus kurzer Distanz am zweiten Pfosten zur 1:0 Führung vollendete. Auch in der Folge spielte sich das Spiel vor allem in der Hälfte der Löwinnen ab. Einige schöne „Steckpässe“ waren zu bewundern und viele schön vorgetragene Angriffe. Doch sollte es mit dem zweiten Tor trotz drückender Überlegenheit einfach nicht klappen. Somit ging es mit einem knappen 1:0 in die regnerische Halbzeit.

 

Durchgang zwei begann dann mit einer Druckphase der Löwinnen, die in den ersten Minuten die Gasgeberinnen in der eigenen Hälfte banden. Ein konstruktiver Spielaufbau war in dieser kurzen Phase von der Heimmannschaft nicht zusehen und es galt sich erst einmal zu befreien. Doch dies gelang dann in einer Art und Weise, die das Spiel innerhalb von fünf Minuten entschied. Maya schraubte mit einem Doppelpack das Ergebnis auf 3:0. Das zweite Tor gelang ihr dabei nach schneller Balleroberung und Pressing der ganzen Mannschaft fast vom Anstoß weg, als sie im Mittelfeld einen Pass erahnte und in der Folge die halbe Abwehr der Gäste nebst Torhüterin stehen ließ. Bea mit einem schönen Schuss über die Torhüterin hinweg, erzielte schließlich in der 58. Minute den dritten Treffer im zweiten Durchgang und mit dem 4:0 dann auch den Endstand. Denn in der Folge erspielten sich die Gröbenzellerinnen zwar weiterhin einige Möglichkeiten, doch verfehlte der Ball das Gehäuse immer knapp.

 

Fazit:

Ein sehr, sehr starkes Spiel unserer Damen. Hier und da war die ein oder andere Spielerin zwar nervös oder voller Vorfreude, steht man doch ansonsten im Grünwalder Stadion in der Kurve oder fiebert mit dem TSV 1860 vor dem Fernseher mit. Von Minute eins gingen aber alle konzentriert und fokussiert das Spiel an – wobei gerade die Konzentration zu Beginn in den letzten zwei Spielen ein Manko war. Auch der Ausfall von so vielen Stützen wurde kollektiv aufgefangen und alle Spielerinnen, die zum Teil ins kalte Wasser geworfen wurden, zeigten was in ihnen steckt. So konnte Toni auf einen recht ruhigen Tag im Tor zurückblicken, da die Abwehr und das Mittelfeld nur sehr wenig zuließen um dann bei der größten Chance des TSV kurz vor Schluss doch hellwach zu sein. Eine rundum gelungene Mannschaftsleistung.

Nach dem erfolgreichen Start der Punktrunde in der vergangenen Woche stand man im ersten Spiel der Rückrunde nun der SG FT Jahn Landsberg gegenüber. Zwar belegt das Team aktuell den letzten Platz, doch taten sich die Grün-Weißen bereits im Hinspiel im ungewohnten 9vs9 Spielmodell und dem 6:3 Auswärtserfolg sehr schwer. Das sollte eigentlich Warnung genug gewesen sein.

      

Doch was sich in den ersten Minuten abspielte, war für die anwesenden Zuschauer nur schwer zu verdauen bzw. anzusehen. Kaum ein Ball fand die Mitspielerin, die Zuordnung in der Defensive fehlte fast vollständig und man stand immer 3-4 Meter von der gegnerischen Spielerin entfernt. So hatte man zwar mehr Ballbesitz und war öfter in des Gegners Hälfte, jedoch waren die Gäste das gefährlichere Team. Das 0:1 in der 9 Minute durch die sehr stark spielende Nummer 10 der Gäste, die man in der kompletten ersten Halbzeit nicht in den Griff bekommen hat, war nur die logische Folge. Nur vier Minuten später war es dann wiederum die Nummer 10  mit einen sehenswerten Distanzschuss der zum 2:0 der Gäste führte. Das 0:3 nach ca. 30 Minuten, erneut durch die Nummer 10, setzte dann das I-Tüpfelchen auf eine völlig unbefriedigende und indiskutable Anfangsphase. Erst nach diesem Rückstand fand man langsam aber spät ins Spiel und näherte sich nun zielstrebiger dem gegnerischen Tor an und konnte sich nun gute Chancen erspielen bzw. erarbeiten. Diese wurden aber zumeist durch die bestens aufgelegte Torhüterin vereitelt oder verfehlten das Gehäuse knapp. So ging es trotz optischer Überlegenheit und einiger guter Einschussmöglichkeiten mit einer 0:3 Rückstand, der sichtlich  am Selbstverständnis kratze, in die Pause.

 

Durchgang zwei begann dann aber deutlich verbessert. Die starke Nummer 10 wurde konsequenter und entschlossener im Wechsel zugestellt und konnte so komplett aus dem Spiel genommen werden. Damit war das Offensivspiel der Gäste fast gänzlich zum erliegen gekommen und die eigene Abwehr stand nun sattelfest und ließ nichts mehr zu. Aus dieser Lage heraus konnte in der Offensive nun mehr und mehr Druck aufgebaut werden und es ergaben sich weiterhin  sehr gute Einschussmöglichkeiten. Fjolla Krasniqi konnte so noch in der Anfangsphase der Halbzeit auf 1:3 verkürzen. Doch es dauerte in der Folge eine Weile, ehe die nun immer zahlericher werdenden Chancen genutzt werden konnten. Die fortdauernde Wucht gepaart von Wut über die bisherige eigene Leistung und den Willen, die erste Halbzeit vergessen zu machen zahlte sich aber aus. Fjolla Krasniqi mit ihrem zweiten Treffer nach einem tollen Angriff über über Außen, Bea Kennerknecht mit einem schönen Schuss aus der zweiten Reihe ins Kreuzeck glichen die Partie mit ihren Toren binnen 5 Minuten aus. Völlig aus dem Häuschen waren die Fans, die noch wenig zuvor verzweifelten, als Karolina Baiz sich mit absolutem Willen im Strafraum durchsetzte und mit letzter Kraft den Ball zum 4:3 über die Linie beförderte. Die letzten Minuten verliefen darauf etwas hektisch und das Spiel schwankte ob des Spielverlaufs hin und her. Abgesehen von fast der einzigen brenzligen Situation der Gäste in der zweiten Halbzeit, bei der die Gästespielerin allerdings im Abseits stehend zurückgepfiffen wurde, ergaben sich allerdings keine gefährlichen Situationen mehr, die es zu überstehen galt und die Partie konnte zum am Ende auch aufgrund eines deutlichen Chancenplus mit 4:3 gedreht werden.

 

Fazit:

 

Der Beginn war völlig indiskutabel und es lief wirklich nichts zusammen. War bereits die Anfangsphase gegen den SV Münsing ausbaufähig, war es gegen die FT Jahn Landsberg nun doch eine Stufe „schlimmer“. Es klappte wirklich überhaupt nichts. Bemerkens- bzw. bewundernswerter ist gerade ob dieser Situation, dass man nach dem doch deutlichen Rückstand nicht den Kopf hängen ließ sondern teilweise wütend versuchte den Spielverlauf zu wenden. Vor allem in der zweiten Hälfte gelang dies immer besser und auch spielerisch fand man nach einer sehr langen Anlaufzeit ins Spiel. Auch wenn alle Zuschauer und Fans nach diesem Spiel sichtlich gealtert sind – ein Dank der Haarfärbeindustrie geht hiermit offiziell an die Mannschaft ???? – gelang es sogar noch den 0:3 Rückstand zu drehen. Und das ist auch alles andere als eine Selbstverständlichkeit. „So eine Moral, von so einer jungen Mannschaft, die gibt es nur bei der SG Grün-Weiß Gröbenzell/Lochhausen“, könnte man da passend sagen. Womit denn auch für den Kenner von Fußballsprüchen die Überleitung zum kommenden Testspielgegner am 02.04. auf dem eigenen Kunstrasen geschaffen wurde.  

Pünktlich zum Auftakt der Punktspielrunde zeigte sich auch der Frühling in seinem sonnigen Gewand, so dass die Partie gegen den SV Münsing-Ammerland bei bestem Fußballwetter stattfinden konnte. Auf dem Papier stand zwar zum Auftakt mit den Frauen vom Starnberger See, die in der Tabelle den Vorletzten Platz belegen,  ein leichter Gegner gegenüber. Dies täuscht allerdings, wenn man sich die bisherigen Spiele ansieht. Von den gespielten sieben Partien gingen die Gäste nur drei mal als Verlierer vom Platz und haben bereits einigen Konkurrenten der Hausherren um die oberen Tabellenplätze Punkte genommen – es galt diese Mannschaft also nicht zu unterschätzen.

 

Diese Warnung blieb zu Beginn allerdings ungehört. Pomadig, unkonzentriert und nicht wach – so agierten die Gröbenzellerinnen in den ersten Minuten des Spiels. Dies führte dazu, dass sich ein offener Schlagabtausch abspielte – den man mit der angesprochenen gezeigten Spielanlage und mit Fehlpässen, Stockfehlern und einer Langsamkeit in sämtlichen Aktionen förderte. Erst das mustergültig herausgespielte 1:0 – ein Konter über drei Stationen ohne Schnörkel sondern geradlinig vor das Tor  - durch Fjolla wirkte als Weckruf. Von nun an übernahmen die Hausherrinnen immer mehr das Heft des Handelns und die Bälle liefen flüssiger durch die eigenen Reihen und der Spielaufbau von Münsing wurde immer stärker unterbunden.  Durch diese zwei Umstände befördert ergab sich in der Folge ein Chancenreigen, der allerdings ungenutzt blieb – die Bälle gingen zumeist knapp am Tor vorbei oder die Torhüterin stand im Weg. Erst kurz vor der Halbzeit gelang nach einer schönen Balleroberung und direktem Weiterspiel das zu diesem Zeitpunkt absolut verdiente 2:0.

 

Im zweiten Durchgang knüpften die Gröbenzellerinnen nahtlos an die sehr starke zweite Hälfte des ersten Durchgangs an. Es sollte allerdings bis zur 60. Minute dauern, ehe Bea mit dem 3:0 für die Vorentscheidung sorgte. Der Torhunger war allerdings gegen die – da sollte das Ergebnis nicht täuschen – kämpferisch und auch moralisch stets giftig und unangenehm zu bespielenden Gäste noch nicht gestillt. So trug sich Sophia mit ihrem Doppelpack noch in die Torjägerliste ein, ebenso wie Fanny mit ihrem zweiten Tor des Tages. In den letzten Minuten ging der SV M-A noch einmal in die Offensive, doch an der – abgesehen von der ersten Viertelstunde – robusten und wachen Abwehr war heute kein vorbeikommen. So stand am Ende ein auch in dieser Höhe verdienter Heimsieg auf dem Papier.

 

Fazit:

Grusliger Beginn bei dem man alles vermissen ließ was das Team zuvor ausgezeichnet hat. Doch zum Glück hat man sich nach einer chaotischen Anfangsphase gefangen und hat gleich mehrere Gänge hochgeschalten und zeigte folgend dann eines der bisher besten Spiele. Durch den Patzer der Wolfratshausnerinnen steht man nun als „Hinrundenmeister“ fest. Das sollte allerdings kein Grund sein sich zurückzulehnen sondern vielmehr als Motivation dienen auch am Ende der Saison auf diesem Platz zu stehen. Eine leichte Aufgabe wird dies in einer sehr ausgeglichenen und umkämpften Liga mit Sicherheit nicht. 

 

Nachdem es in der Vorwoche mit der SG Sulzemoos noch gegen ein Spitzenteam aus der A-Klasse ging, stand man nun mit der SG Aich/Aufkrichen/Wildenroth der unangefochtene Primus der Kreisklasse Zugspitze auf dem Programm. Dies ist dann zugleich der hochklassigste Gegner auf den die Hausherrinnen in der Vorbereitung treffen. Aufgrund einiger Ausfälle galt es zudem in der Abwehr zu improvisieren.

Schnell zeigte sich, dass man in der Tat gegen ein Top-Team antrat, dass ähnlich wie Laim vor wenigen Wochen alles abverlangen sollte. Spielten die Hausherrinnen nach vorne zumeist mit kurzen Pässen oder Steilpässen in den Lauf über die Außen, agierten die Gäste robuster und versuchten ihr Glück mit weiten Bällen über das Mittelfeld hinweg und dann aggressiv im Schlussdrittel. Da der frisch formierte Gröbenzeller Defensivbund allerdings gut stand, waren es die Grün-Weißen die in dieser Phase das Plus an Chancen auf ihrer Seite hatten. Doch die chronisch schlechte oder besser gesagt fahrlässige Chancenverwertung war es, die abermals im Weg stand. Somit ging es mit einem 0:0 zur Halbzeit – ein Ergebnis, dass es auch noch nicht allzu oft gab.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich anfangs ein ähnliches Bild wie noch im ersten Abschnitt. Ehe die Gäste aus dem „Outback“ des Landkreises etwas überraschend mit 2:0 in Front gingen. War der Treffer zum 1:0 noch ein gewohnter Fernschuss fiel das 0:2 aus einer Unordnung in der Abwehr heraus. Wer nun allerdings erwartete, dass die Grün-Weißen ob des Rückstandes einknickten, musste sich getäuscht sehen. Jetzt wurden vielmehr noch ein paar Gänge hochgeschalten und man drückte die Gäste mehr und mehr in die eigene Hälfte. Das 1:2 nach schönem Freistoß durch Fjolla war hier der absolut verdiente Lohn. Gerade in diese Drangphase hinein – der Ausgleich war so nah – fiel dann das 1:3 für die SG Aich/Aufkirchen/Wildenroth. Doch auch das 1:3 sollte aus Sicht der Hausherrinnen noch nicht die Entscheidung sein. Man griff weiter mutig und „wütend“ an und kam zu Möglichkeiten. Doch das 2:3 nach einem sehr schönen Spielzug fiel in der 90. Minute etwas zu spät. Wenngleich man doch noch fast die Möglichkeit hatte vom Anstoß des Gegners weg zum Ausgleich zu kommen. Doch wie heute so oft sollte es nicht sein und es blieb bei der knappen 2:3 Niederlage.

 

Fazit:

Erneut ein starker und couragierter Auftritt mit einem völlig neu formierten „Defensiv-Verbund“ mit Jules zum ersten Mal im defensiven Mittelfeld und Karo zum ersten Mal auf dem Großfeld – das letzte Mal auf dem „9er-Feld“ ist auch schon einige Jahre her – in der Innenverteidigung. Dennoch stand die Abwehr sehr gut und ließ wenig zu. Die Sturmreihe kombinierte wie gewohnt – leider mit dem bekannten alten Leid der mangelnden Chancenverwertung - sei es wegen dem fehlenden Auge für die besser postierte Mitspielerin oder dem „gezielten Torhüteranschießen“.  Daran hapert es noch, um auch gegen ein Spitzenteam aus der Kreisklasse zu bestehen. Denn wäre diese besser gewesen, hätte man sich durchaus auch mit einem Unentschieden oder gar einem Sieg für die Leistung belohnen können. Grundfazit ist allerdings, dass man auch mit Spitzenteams der Kreisklasse mithalten kann und nicht verstecken muss.

Die Vorbereitungstour nimmt langsam Fahrt auf. Mit der SG aus dem Dachhauer Land stand uns im dritten Testspiel nach dem SV Laim der nächste Tabellenzweite aus einer der Münchner A-Klassen gegenüber. Ein weiterer Prüfstein also auf dem Weg zur Saisonform und der uns an unsere volle Belastungsgrenze bringen wird. Trotz einiger Absagen und Verhinderungen für das Spiel, konnten wir beim Kader diesmal wieder aus dem Vollen schöpfen und vorweg – alle eingesetzten Spielerinnen lieferten bestens ab.

 

Die ersten Minuten gegen das Team aus dem Dachauer Hinterland waren recht ausgeglichen. Beide Teams waren bemüht nach vorne zu kommen, wurden aber zumeist von der gegnerischen Defensive daran gehindert. Wenn in dieser Phase eine Mannschaft die Oberhand hatte, waren es allerdings die Hausherrinnen vom Gröbenbach. Mit zunehmender Spieldauer kamen diese auch immer besser in die Partie und der Ball floss flüssiger durch die Reihen. Wenngleich nicht so deutlich wie in der Vorwoche, ergaben sich nun zunehmend Tormöglichkeiten. Hier fehlte es aber diesmal an der notwendigen Kaltschnäuzigkeit oder dem Auge für die besser postierte Mitspielerin.  Doch nach einer schönen Balleroberung, Weiterleitung war es schließlich Maya, die die 1:0 Führung erzielte. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch zum diesmal nicht nur sprichwörtlichen Pausentee.

 

In der zweiten Spielhälfte übernahmen die Grün-Weißen zunehmend die Spielkontrolle – wenngleich es wie sonst üblich weniger über die Flügel ging. Diese deckten die Gäste sehr gut zu und es war dort kaum ein durchkommen. Dafür liefen die Angriffe diesmal verstärkt durch das Zentrum mit der ein oder anderen ansehnlichen Passstafette. Wie in Durchgang eins kam es hierdurch zu einigen Möglichkeiten, die allerdings mit denselben Gründen wie in Halbzeit eins nicht verwertet werden konnten. Jules stellte aber schließlich auf die beruhigender 2:0 Führung. Wobei unsere sehr gut stehende Abwehr eigentlich keinen Grund zur Besorgnis gab – sie stand wie eine eins und ließ in Durchgang zwei nichts zu – außer sie lud die Gegner mit abenteuerlich „lässig“ gespielten Rückpässen selbst dazu ein – was zwei bis drei mal geschah. Am Ende stand nach 90 Minuten der zweite Testspielsieg in der Rückrunde und man nimmt langsam Fahrt auf. Am kommenden Wochenende geht es nun mit einem gewaltigen Prüfstein gegen den Tabellenführer der Zugspitzkreisklasse – die SG Aufkirchen/Aich/Wildenroth.

 

Fazit:

Ein sehr starkes Spiel unserer Mannschaft. Von Minute eins an ging man strukturiert und konzentriert zu Werke. Dass diesmal einige Spielerinnen ihr erstes Spiel gegen eine „echte“ Frauenmannschaft und nicht „nur“ eine Freizeitmannschaft gemacht haben, fiel gar nicht auf. An dieser Stelle noch einmal ein besonderes Lob hierfür – direkt super eingefunden, würde man da wohl sagen. Besonders erfreulich war, dass man diesmal nicht ungeduldig agierte, sondern sich die Ball und Gegner phasenweise gut zurecht legte, den Ball in der eigenen Abwehrreihe laufen ließ, die Seiten wechselte bis sich eine Lücke fand und dort dann den Angriff startete. Abgesehen von den angesprochenen lässigen Rückpässen ergab sich ganz nebenbei auch keine wirkliche Torchance für unsere Gegner im zweiten Durchgang und auch im ersten waren diese rar gesät. Das gegen eine wirklich starke und robuste Mannschaft. So darf es weitergehen.

Nachdem es zuvor die erst zweite Testspielniederlage der Vereinshistorie gegen den SV Laim gegeben hatte, galt es gegen den SV Untermenzing II wieder auf die Erfolgsspur zu kommen. Zunächst musste allerdings ein Gegner gefunden werden, das sich als nicht ganz so einfach herausstellte, da viele Teams erst später mit der Saison beginnen und andere auch aufgrund der Ferien nicht genug Spielerinnen zur Verfügung hatten. Wir bedanken uns daher beim SV Unteremnzing II, dass es so kurzfristig geklappt hat. Auch aufgrund der beschriebenen Feriensituation spielte man aber 9vs9 auf dem entsprechenden Feld.

 

Von Beginn an zeigten die Grün-Weißen, dass der „Ausrutscher“ gegen den SV Laim wettgemacht werden sollte und man spielte zielstrebig nach vorne. Die Umstellung auf das etwas kürzere Feld wurde hierbei quasi direkt gefunden. Das Resultat des anfänglichen Offensivwirbels brachte Emma bis zur 13. Minute auf die Anzeigetafel – und zwar gleich in dreifacher Ausführung. Das dürfte der schnellste „lupenreine Hattrick“ gewesen sein. Damit war der Torhunger einer stürmischen Anfangsphase allerdings noch nicht gestillt. Jules und „Fifi“ Fjolla erhöhten in den ersten 20 Spielminuten noch auf 5:0. Was für ein Start, der nicht nur durch Einzelaktionen bestach, sondern vor allem durch schönes und zielstrebiges Kombinationsspiel. Die Gäste aus dem Münchner Westen ließen allerdings nicht die Köpfe hängen – was man bei diesem frühen hohen Rückstand absolut lobend herausstellen muss – sondern versuchten weiterhin ihrerseits mitzuspielen. Nach einer Fehlabstimmung in der Abwehr der Gröbenzellerinnen gelang ihnen dann auch ein Tor Marke „Tor des Monats“ aus gut und gerne 25 Metern unhaltbar für Toni im Kasten der Hausherrinnen. Doch die an diesem Tag bestens aufgelegte Fjolla hatte hierauf sofort die passende Antwort parat und stellt mit ihrem Tor Nummer zwei den alten Abstand wieder her, mit dem es dann auch in die Pause ging.

 

Halbzeit zwei begann dann ähnlich „stürmisch“ wie dies im ersten Durchgang der Fall war. Jules und Fjolla drehte die Toruhr binnen der ersten zwanzig Minuten von 6:1 auf 9:1 nach oben. Gegen die zunehmend hochstehenden Untermenzingerinnen lief man allerdings nunmehr ein ums andere Mal in die Abseitsfalle, was noch mehr Torabschlüsse verhinderte. Diese kamen ihrerseits erneut durch einen Fernschuss zu ihrem zweiten Tor zum zwischenzeitlichen Stand von 9:2. In der Folge kamen die Gastgeberinnen aufgrund der beschriebenen Abseitsfalle des SVU schwerer zu ihren Möglichkeiten. Als sich langsam alle darauf einstellten, dass es doch nicht „zweistellig“ werden würde, legten Fjolla, Karo und Jules aber noch einmal einen Schlussprint hin und besorgten den 12:2 Endstand.

 

Fazit:

Sehr gute Reaktion auf die Niederlage gegen den starken SV Laim wenige Wochen zuvor. Auch wenn der SV Untermenzing II in der Tabelle nicht im oberen Bereich zu finden ist, muss man sie erst einmal mit einer so überzeugenden Leistung und auch in dieser Höhe besiegen -  denn Fallobst war das mit Sicherheit keines und die Gäste zeigte – wenn wir es zuließen – durchaus auch gute Spielanlagen. Die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss war allerdings in diesem Spiel – ganz anders als in den vielen zuvor – starkausgeprägt. Man ließ nicht viele Möglichkeiten liegen und war vor dem Tor äußerst effizient und ruhig – wie oft haben wir schon das Gegenteil gesehen. In einer rundum starken Mannschaften ragten an diesem Tag aber drei Spielerinnen – nicht nur wegen ihren Toren – aber besonders heraus. Fjolla mit fünf Toren und drei Vorlagen, Emma mit dem wohl schnellsten Hattrick der Vereinsgeschichte und Jules, die sich ebenfalls mit einem Dreierpack in die Torschützenliste eintrug. 

Die langen Monate des "Winterschlafs", in denen der Trainings- und Hallenbetrieb aufgrund von Belegungsgründen und witterungsbedingt zurückgefahren wurde und am Wochenende, abgesehen des hochklassig besetzten Turniers in Markt Schwaben (starker 4. von 6 Plätzen in der Gruppe als eines von nur drei A-Klassen Teams im ansonsten überwiegend aus Kreisligisten oder höheren Ligen bestehenden 12-er Teilnehmerfeld) und des eigenen Turniers (5. Platz, nachdem man nur aufgrund mangelnder Chancenauswertung das Halbfinale verpasst hat) keine Wettkämpfe anstanden.

Am Sonntag geht es nun endlich wieder los mit dem Spielbetrieb – auch wenn es erst einmal "nur" Testspiele sind. Um das große Ziel, den aktuellen Platz an der frostigen Sonne auch noch dann zu behalten, wenn die Temperaturen wohlwollender sind, gilt es gut vorbereitet in den Ligaspielbetrieb zu starten. Auftakt der Testspielreihe bildet am Sonntag um 16.00 Uhr der SV Laim aus der benachbarten A-Klasse in München. Ein Gegner, gegen den man bereits im vergangenen Winter ein Testspiel absolviert hat und auf den man im Spiel um Platz fünf beim eigenen Turnier neulich erst getroffen ist. Es ist damit also kein "Duell von Unbekannten".

In den kommenden Wochen stehen dann die Spiele gegen den TSV Indersdorf (26.02., A-Klasse), die SG Sulzemoos/Arnbach/Erdweg (05.03., A-Klasse), die SG Aich/Aufkrichen/Wildenroth (12.03., Kreisklasse) auf dem Programm. Ehe es dann am 19.03. gegen den SV Münsing und am 26.03. gegen die SG FT Jahn Landsberg bereits um die begehrten Punkte in der Liga geht.

Bei etwas kühlem aber ansonsten optimalen Fußballbedingungen war die klare Zielvorgabe den Patzer von Königsdorf auszunutzen und die Tabellenspitze zu ergattern. Diesem Unterfangen im Weg stand die Mannschaft vom FSV Höhenrain II, die bisher zwar nur 6 Punkte auf der Haben Seite stehen hat, die es ob der durchweg knappen Niederlagen allerdings keinesfalls zu unterschätzen galt.

 

Wie mittlerweile beinahe zum Markenzeichen geworden legte die Grün-Weiße Offensive abermals los wie die Feuerwehr und ging nach bereits zwei gespielten Minuten durch Emma Schneider in Führung, die einen sehr schönen Spielzug über die linke Seite in bester Stürmer Manier verwertete. Kurz darauf war es dann Susi Hisdorf die erneut nach einer schönen Kombination mit einem sehenswerten Schuss beinahe von der Strafraumkante in den Winkel auf 2:0 stellte und damit für die nötige Sicherheit sorgte. Die Gäste zeigten bis dahin - hier sollte man sich nicht vom Resultat täuschen lassen - und in der Folge allerdings eine durchaus reife Spielanlage und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen, bissen sich allerdings in das letzte Angriffsdrittel kommend an unserer heute bestens aufgelegten Abwehr zunehmend die Zähne aus. Dem Offensivwirbel der Kickerinnen vom Gröbenbach konnte die Höhenrainer Abwehrreihe, auch wenn sie schwer zu bespielen war, oftmals aber nicht entscheidend beikommen. So erzielte Fjolla Krasniqi  mit ihrem insgesamt 9. Saisontor nach schönem Steckball in die Spitze alleine vor die Torhüterin zulaufend das vorentscheidende 3:0. Der Torhunger war damit aber noch nicht gestillt. Kurz vor der Pause erhöhte Jana, nachdem sie schön nachgesetzt und die gegnerische Abwehr unter Druck gesetzt hat, das 4:0 Kaltenberger. Sichtlich gut gelaunt ging es dann zum Pausentee.

 

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs war dann etwas unordentlich mit vielen Ungenauigkeiten und durcheinander. In dieser Phase hielten sich beide Teams überwiegend im Mittelfeld auf und niemand konnte so recht den Zug zu des Gegners Tor finden. Nach einem schönen Flügellauf über die Stationen Klara, Karo und Hereingabe von Emma war es dann Jules Vorwerk, die diese Phase mit dem 5:0 beendete und die Zeichen endgültig auf Sieg stellte. Emma Schneider mit ihrem zweiten Streich zum 6:0 kurz vor dem Ende setzte dann aus Sicht der Hausherrinen den Deckel drauf. Lediglich der kleine "Schönheitsfehler" durch den Ehrentreffer zum 6:1 nach einer Ecke trübte, wenn auch nur sehr marginal, die gute Stimmung.

 

Fazit:

Mit einem in dieser Höhe völlig unerwarteten Sieg - der FSV Höhenrain II hat bisher, wenn er verloren hat, lediglich mit einem Tor Unterschied das Nachsehen gehabt - haben unsere Damen nach dem kurzen Zwischenspiel gegen Adelshofen erneut die Tabellenführung erobert. Gerade in der ersten Halbezeit ungewohnt kaltschnäutzig in der Chancenverwertung zeigte die Offensevie erneut eine Sahneleistung. Doch auch die Defensive stand sehr robust und verschaffte Toni im Tor einen sehr arbeitsarmen Tag, was bei dem Teils schön vorgetragenem Spiel der Höhenrainerinnen nicht selbstverständlich ist. Diesen Erfolg gilt es nun zu genießen, sich aber keinesfalls darauf auszuruhen. Die Saison ist noch sehr lange und beschwerlich und die große Belohnung gibt es erst am Ende der Saison und nicht mitten drin.



Omnia Gallia est divisa in partes tres – und auch bei diesem Spiel war die Zahl drei allgegenwärtig. So spielte man nicht nur bereits das dritte Auswärtsspiel in Folge, sondern auch das dritte Mal gegen den gastgebenden SV Adelshofen. Ziel war es, gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen SVA den dritten Saisonsieg einzufahren oder, wenn das nicht gelingen sollte, zumindest mit dem dritten Unentschieden der Saison den Nimbus der „Ungeschlagenen“ nicht zu verlieren.

 

Dieses Unterfangen wollten die wie immer unangenehm zu bespielenden Hausherrinnen allerdings verhindern. Anders als in den Vorwochen gelang den Gästen diesmal kein Blitzstart nach wenigen Minuten. Offensiv begann es aber dennoch und man suchte zielstrebig den Weg zum gegnerische Gehäuse und kam so zu der ein oder anderen schönen Kombination und gefährlichen Aktion. In der Defensive stand man zumeist sattelfest und ließ den Adelshofnerinnen wenig Raum und kaum freie Lücken. Auch die ein oder andere Aktion, bei der man sich bei der Annahme des Balles gegenseitig im Weg stand, hatte so keine Auswirkungen. Für die Führung sorgte dann unsere „Tormaschine“ Fjolla mit ihrem bereits 8. Saisontreffer, dem abermals eine schöne und geradlinige Kombination vorrausgegangen war. Kurz darauf erhöhte die an diesem Tag stark aufspielende Emma auf 2:0 für die SG. Dass der SVA allerdings nicht zu unterschätzen war, zeigte sich exemplarisch an einer Eckballserie von vier oder fünf Ecken am Stück bei der Toni einmal in letzter Sekunde zur Stelle war und den Anschluss verhindern konnte. So ging es mit 2:0 in die Halbzeit.

 

In Durchgang zwei konnte man die Gäste ebenfalls in weiten Teilen vom eigenen Gehäuse fernhalten. Nur durch eigene Fehler brachte man die Adelshofener Offensive hier und da ins Spiel. Der Offensivkreisel wirbelte allerdings wie gewohnt vor sich hin – hier darf man niemanden unserer Offenivkräfte zu viel Raum lassen und ein Doppeln kann sich schnell dadurch rächen, dass eine andere Spielerin dadurch frei ist. In einer kämpferischen Partie, die mit vielen Zweikämpfen gespickt aber stets sehr fair war gelang es in der Folge keiner der Mannschaften mehr etwas auf die Anzeigetafel zu bringen. 2:0 – ausnahmsweise spielte die drei damit also keine Rolle – hieß es somit am Ende und der erste Sieg ohne Gegentreffer stand damit auf der Habenseite.

 

Fazit:

Die ein oder andere war – so ist den Trainern im Nachgang zu Ohren gekommen – war vor dem Spiel nervös. Das zeigte sich allerdings auf dem Feld nur bedingt und ein Zahnrad griff ins andere. Die Defensive stand fest und ließ den Adelshofner keine leichten Torschüsse  und so hatte Toni nicht viele knifflige Situationen im Tor zu klären. Das Mittelfeld ackerte wie gewohnt und legte etliche Kilometer zurück und war sich für keinen Zweikampf zu schade, ließ aber nicht nur kämpferische Attribute aufblitzen sondern kombinierte sich oftmals auch schön direkt durch die Reihen der Hausherrinnen. So kann es weitergehen und vorerst steht man nun am Platz an der Sonne und ist nun der „Gejagte“. Das Nervenkostüm der Spielerinnen, der Anhänger und der Trainer wird das aber mit Sicherheit auch aushalten.

Das zweite Spiel einer Vierer - Auswärtsspielserie am Stück stand für die Damen bei der FT Jahn Landsberg auf dem Programm. Wechselnd wie das Wetter an diesem Tag – von kaltem regnerischen Herbsttag bis zu „goldenem Herbstwetter“ in wenigen Stunden – sollte auch das Spiel gegen den Gastgebenden FT verlaufen, der in der Vorsaison noch in der Kreisklasse beheimatet war.

Gespielt wurde auf dem für uns ungewohnten 9er-Feld, da der FT Jahn in dieser Saison flex gemeldet hat. Das bedeutet das Spielfeld endete auf einer Seite bereits am Strafraum, dafür standen auch nur acht Feldspielerinnen pro Team auf dem Feld – Laufbereitschaft war also von Anfang bis Ende gefordert. Wie bereits in der Vorwoche legten die Grün-Weißen los wie die Feuerwehr und wollten gleich von Beginn an zeigen, dass nach zwei vorherigen Punkteteilungen es mal wieder Zeit für die volle Punktzahl wäre. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen war es Jules, die ihre Farben bereits nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung brachte. In der Folge bestimmten die Gäste weitestgehend das Spielgeschehen, kamen auch noch zu der ein oder anderen Möglichkeit. Dennoch galt es stets ein Auge auf die quirligen Offensivspielerinnen des FT Jahn zu haben, die bei dem ein oder anderen Gegenstoß für ordentlich Verwirrung in unserer Hintermannschaft sorgten und schwer aus dem Spiel zu nehmen waren. So kam es dann auch, dass der FT durch einen Doppelschlag das Spiel mit zwei Treffern in der 16. und 17. Minute drehte. Das hatten sich die Gröbenzeller nach dem bisherigen Spielverlauf anders vorgestellt. Davon nicht unterkriegend spielte man dennoch weiter offensiv nach vorne. Latten- und Pfostentreffer waren die Folge, doch die zählen bekanntlich im Fußball nicht. Kurz vor der Pause gelang Jules dann der Ausgleich, der allerdings vom Schiedsrichter nach einer vorrausgegangenen Kollision von Jules mit der Torhüterin im Kampf um den Ball nicht gegeben wurde. Letztere verletzte sich hierbei allerdings schwerer und konnte das Spiel leider nicht fortsetzen. Wir wünschen ihr auf diesem Weg gute Besserung. Mit einem 1:2 Rückstand ging es also in die Pause.

Mit deutlich besser eingerichtetem Zielvisier starteten die Mädels vom Gröbenbach dann allerdings in Durchgang zwei. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Karo der umjubelte 2:2 Ausgleichstreffer. Doch damit wollte man sich nicht zufriedengeben. Fjolla legte kurz darauf das 3:2 und 4:2 nach und drehte das Spiel wieder zu Gunsten des Gästeteams. Die Grün-Weißen bekamen die Gastgeberinnen immer besser in den Griff und konnten die Gegenstöße der Landsbergerinnen besser als noch in Durchgang eins früh unterbinden – begünstigt dadurch, dass eine der zwei quirligen Stürmerinnen nun notgedrungen zwischen den Pfosten stand. Es schien also alles seinen Lauf zu nehmen und die mitgereisten Anhänger im schmucken VR-Bank-Stadion konnten sich den verstärkt den durchkommenden Sonnenstrahlen widmen. Doch der FT sah das anders und kam eine Viertelstunde vor Schluss zum 3:4 Anschlusstreffer. Die Partie war kurzfristig wieder offen. Diese Kurzfristigkeit währte nur 5 Minuten bis zum 5:3 durch Jules nach schöner Vorarbeit von Karo. Und als Fjolla mit ihrem dritten Tor an diesem Tag zum 6:3 den Endstand herstellte, war bei allen Beteiligten die Freude über eine gelungene Auswärtsfahrt anzusehen.

Fazit:

Verdienter Auswärtssieg unserer Damen, die sich nach anfänglichen Problemen schnell an das neue Spielsystem gewohnt hatten. Freilich, dieses brachte deutlich mehr Laufbereitschaft gerade im Mittelfeld auf den Flügeln und in der zentralen offensiven Mittelfeldposition mit sich. Doch alle nahmen dies, auch wenn der ein oder andere Wink von der Trainerbank kommen musste, an. Auch vom Rückstand ließ man sich nicht beirren und spielte konsequent und konzertiert weiter.  Die Abwehr stand nach dem kurzzeitigen Blackout in der 16. und 17. Minute mit laufender Spielzeit immer sicherer. Somit konnte der gute Saisonstart bestätigt werden.

Am dritten Spieltag mussten die Damen beim letztjährigen Kreisligisten und Tabellenführer TSV Königsdorf antreten. Die Wiesn-Grippe sorgte bereits im Vorfeld für eine eingeschränkte Vorbereitung und wirkte auch auf die nominelle Schlagkraft des Teams am Spieltag nach.

Gespielt wurde auf dem dortigen Nebenplatz, der bei allen Beteiligten keine Euphorie auslöste. Die Seitenlinien ähnelten mehr einer Buckelpiste als einem Fußballplatz, wobei die eine Außenlinie gefühlt meterweise abfiel und von den dortigen Außenspieler von der Gegenseite teilweise nur der Kopf zu sehen war.

Weiterhin erschwert wurde die anstehende Aufgabe durch den pünktlich mit dem Einlaufen einsetzenden Starkregen, so dass sämtliche Spielerinnen nebst Betreuer und Zuschauer mangels Unterstellmöglichkeiten mit Anpfiff bis auf die Haut durchnässt waren.

Glücklicherweise gelang die Verdrängung der unwirklichen Wetterverhältnisse den Mädels aus Gröbenzell deutlich besser und diese konnten mit dem ersten durchdachten Angriff in der 2. Minute durch Emma, die den Angriff über die rechte Seite mit einem platzierten Schuss erfolgreich abschloss, gleich mal die beruhigende Führung herstellen,

Im Folgenden mussten sich die Gäste nicht nur gegen die frisurzerstörenden Wassermassen erwehren, sondern auch der teils rüden Spielart der Gegnerinnen, die völlig befreit jeglicher Sanktionierungen durch den Unparteiischen und wohl auch durch den vom Regen eingetrübten Sicht gefühlt mehr auf den Gegner gingen als auf den Ball. Gleichwohl hielten die Gröbenzellerinnen dagegen und blieben bemüht, ihre spielerische Linie zu finden. In dieser Selbstfindungsphase fiel dann nach einem Fehlpass im Halbfeld unsererseits in der 22. Minute der Ausgleich. Das Bestreben eines konstruktiven Spiels wurde gegen Ende der ersten Halbzeit dann dadurch weiter gedämpft, dass eine unserer zwei vorhandenen Auswechselspielerinnen nach lediglich 15 Minuten Spielzeit verletzt vom Platz musste, nachdem sie bei jeder vorherigen Ballannahme unsanft von den Beinen getreten wurden. Erstaunlich war, dass das Foul, was zur Verletzung führte, ungeahndet blieb und unsere Spielerin nur mit Hilfe von ihren eigenen Mitspielerinn den Platz verlassen konnte. Die aufgrund dessen ausgeführte Auswechslung hingegen wurde aber unter Androhung einer gelben Karte ganz kleinkariert regelkonform zurückgepfiffen. Auch Schiedsrichter müssen halt Prioritäten setzen.

Nicht unerwähnt soll die größte Chance zur Führung für die Heimmannschaft bleiben, bei der eine Königsdorferin alleine auf Toni zu lief, die die Chance mit gutem Stellungsspiel glücklicherweise vereiteln konnte.

In der zweiten Halbzeit ähnelte der Platz bei nicht nachlassendem Regen mit fortdauernder Spielzeit nunmehr der Mecklenburger Seenplatte. Zum Glück konnte das Wasser an den steilen Abhängen an der Außenlinie gut abfließen. Gleichwohl schwammen sich die Grün-Weißen immer mehr frei und drängten die Königsdorfer verstärkt in ihre eigene Hälfte. Auch in dieser Phase beließ es der Schiedsrichter selbst bei Tritten von hinten in die Beine unserer Spielerinnen, ohne dass der Ball in spielnähe wäre, bei Freistößen. Die Karten sollten wohl nicht nass werden.

Ungeachtet dieser Drangphase der Gastmannschaft gelang den Hausherrinnen dann mit einem feinen Schuss die 2:1 Führung. Angetrieben durch alle wiederfahrenden gefühlten Ungerechtigkeiten ging die Gröbenzeller Mannschaft noch entschlossener zur Sache, als Habeck bei den Energieentlastungen und hat nun die beste Phase des Spiels. Immer und immer wieder griffen die Unseren über die rechte Seite an und erspielten sich mal mehr und mal weniger gute Torchancen. Manchmal war die Ankunftszeit am zweiten Pfosten zu spät manchmal fehlt der Blick für den freien Mitspieler und die anderen Male war bei der Königsdorfer Torhüterin Endstation.

Belohnt wurde die Bemühungen zur Erleichterung aller mitgereisten Fans in der 77. Min. durch unseren Goalgetter Fjolla, deren Treffer zum 2:2 dann auch den Endstand markierte.

Dieser wurde durch eine 10 Min. Strafe gegen Spielende gegen uns auf Spiel gesetzt, nachdem die Meinungsfreiheit von Fjolla in Richtung Schiedsrichter mit der Runterstellung unterbunden wurde.  Für die dann aufkommende Diskussion auf dem Platz hatte der Schiedsrichter überhaupt kein Verständnis und drohte gar mit der roten Karte. Immerhin wussten wir nun, dass er immerhin beide Farben dabei hatte.

Fazit: Trotz der widrigen Verhältnisse bewies die Mannschaft eine super Moral und ließ sich auch vom Rückstand nicht vom Weg abbringen. Wie im vorherigen Auswärtsspiel wäre zwar mehr drin gewesen, aber die mangelnde Chancenauswertung ließ nicht mehr zu.

Am zweiten Spieltag ging es für die Damen in den Südwesten von München nach Baiernrain. Während die Gäste mit einem Sieg im Rücken anreisten, spielten die Hausherrinnen in ihrem ersten Spiel 0:0 gegen den SV Adelshofen. Auch die Tabelle der Vorsaison ließ ein enges Spiel erwarten, in dem man nicht mit einem Torfestival rechnen durfte.

Den Erwartungen folgend begann das Spiel dann auch. Beide Teams schenkten sich nichts und in den ersten Minuten spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Die Bereiche vor den jeweiligen Toren glichen eher „no man`s land“. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Grün-Weißen allerdings immer mehr Lücken zwischen den Abwehrreihen des SVB und testete mit schnellen Steilpässen die Defensive das ein um andere Mal. Der entsprechende Torerfolg ließ aber lange auf sich warten, da man sich entweder den Ball zu weit vorgelegt hat oder die Querlatte sich als souveräner 12 Spieler entpuppte. Kurz vor der Pause war es dann aber Sophia, die im x-Anlauf zur Erleichterung der Grün-Weißen Anhängerschaft endlich einen der in die Tiefe gespielten Anspiele im Gehäuse der Gäste unterbringen konnte. 1:0 für die SG. So ging es also in die Pause.

In der zweiten Hälfte änderte sich das Spielgeschehen nun zunehmend. Die Hausherrinnen, im Bestreben den Rückstand wett zu machen, übernahmen mit fortdauernder Spielzeit die Feldüberlegenheit, ohne dabei allerdings den Abwehrgürtel der Grün-Weißen überwinden zu können. Gleichzeitig ergaben sich durch das Aufrücken des Gegners Räume für die Mädels vom Gröbenbach, die in zahlreichen guten bis sehr guten Konterchancen durch Sophia, Emma und Fanny mündeten, die allerdings allesamt ihr Ziel verfehlten – am knappsten war der Lattenschuss von Sophia, dessen Abpraller für Emma etwas zu hoch war, so dass sie nicht in das verwaiste Tor einköpfen konnte. Nach einer kleinen Unachtsamkeit in der Abwehr kamen die Hausherrinnen nach einem Freistoß zum 1:1. Mit zunehmend schwindenden Kräften sehnten die Gröbenzellerinnen dann sehnlichst den Schlusspfiff herbei und wurden vom Schiedsrichter erlöst, der die Partie inmitten der Ausführung einer Ecke für Baiernrain beendete.

Fazit:

Es ist schwierig ein Fazit zu ziehen. Zwei Punkte verloren – aufgrund der zahlreichen sehr guten Torchancen, die allesamt liegen gelassen wurden und früh zu einer deutlichen Führung hätten führen können – oder einen Punkt gewonnen, da man am Ende mit dem Spielverlauf und der zunehmenden Verlagerung des Spielgeschehens in unsere Hälfte damit durchaus leben kann. Auf alle Fälle braucht die Mannschaft nach den zwei absolvierten Spielen mit dem Saisonstart dank einer weiteren couragierten Leistung nicht unzufrieden sein und kann mit dem Schwung nun in das „Spitzenspiel“ gegen den ehemaligen Kreisligisten Königsdorf gehen, die derzeit den Sonnenplatz in der Tabelle einnehmen.. 

Nach vielen Wochen, ja gar Monaten stand nach einer urlaubsreichen Sommerpause ohne jedwedes Testspiel das erste A-Klassen Spiel auf dem Kalender der jungen Grün-Weißen Damen. Gegner war die zweite Mannschaft des BCF Wolfratshausen, die in der Vorsaison noch in der Kreisklasse spielten.

 

Nachdem beim Gegner auch die letzten Nachzügler, die vorher noch in der ersten Mannschaft vom BCF in der BOL spielen mussten, eingetroffen waren, konnte mit 10-minütiger Verspätung die neue Saison für uns angehen. Entsprechend der fehlenden Spielpraxis war die Anfangsphase sehr ausgeglichen. Beide Teams gönnten sich nichts und es zeichnete sich ein offener Schlagabtausch ab, bei dem jede Seite zu ihren Möglichkeiten kam, die entweder durch mangelnde Treffsicherheit oder vom standhaften Aluminium, welches Fernschüsse ohne zu murren abwehrte, souverän vereitelt wurden. In der 21. Minute erzielten die Gäste dann den zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Führungstreffer nach einer Kommunikationspanne in der Hintermannschaft - frei nach Motto „nimm Du ihn, ich habe ihn sicher“. Davon nicht beeindruckt gelang den Hausherrinnen aber fast im Gegenzug durch Fjolla der Ausgleich. Die glücklicherweise das Wort Pressing über die Sommerpause gerettet hatte und das Aufbauspiel der gegnerischen Torhüterin richtig antizipierte. Sie luchste der angespielten gegnerischen Verteidigerin nicht nur erfolgreich den Ball ab, sondern konnte diesen dann auch noch lehrbuchmäßig im dafür vorgesehen Tor unterbringen. In der Folge kamen die Damen vom Gröbenbach Stück für Stück besser in die Partie. Sophia brachte ihre Mannschaft kurz vor der Pause dann nach einem Durchstoß in den Strafraum von der linken Seite mit 2:1 in Front, nachdem zuvor weitere gute Möglichkeiten nicht das gewünschte Ergebnis brachten. Fast mit dem Halbzeitpfiff legte Sophia dann mit dem vermeintlich beruhigenden 3:1 Halbzeitstand nach, einer Kopie des 2:1.

 

Ruhig weiterspielen, möglichst lange den Anschluss verhindern und vorne nachlegen - das war die Vorgabe von der Bank für Halbzeit zwei. Und wie das so häufig mit Plänen ist, irgendjemand hat immer was dagegen und so durchkreuzten die Damen von der Loisach diesen bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit dem 2:3 Anschlusstreffer (Fernschuss aus rd. 50 Meter über die weit aufgerückte Toni hinweg ins Tor, super Treffer). Weiterhin in sich gekehrt ließen sich die Gröbenzellerinnen von dem Gegnertor allerdings nicht aus der Ruhe bringen. In der 62 Min. stellte Fjolla mit einem typischen "Fjolla Tor" den zwei Tore Abstand wieder her. Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Spielgeschehen immer mehr vom Zentrum in die Hälfte der Wolfratshausenerinnen. Erneut Fjolla in der 67. und Sophia nach einem super Spielzug, der bei der Torhüterin über die Außenverteidigerin begann und 2 Stationen später einen erfolgreichen Abschluss fand, sorgten für die mehr als beruhigende zwischenzeitliche 6:2 Führung. Der Schlusstreffer in einer abwechslungsreichen Partie zum Endstand von 6:3 war dem Gast vorbehalten.

 

Fazit:

Aller Anfang ist schwer aber gemacht. Trotz der sehr bescheidenen Vorbereitung ist der Auftakt in der A-Klasse geglückt. Spielerisch ließ sich das Spiel zwar sehr gut ansehen, wenngleich nicht alle Automatismen direkt wieder geklappt haben. Gerade zum Ende hin merkte man (und sah es auch) einigen Spielerinnen die noch nicht vorhandene Fitness deutlich an, die leider das A und O ist, um richtig was reißen zu wollen. Da kommt für die Damen das Oktoberfest insofern eher zu Unzeiten.

Mit dem letztjährigen Tabellendritten, dem SV Baiernrain-Linden wartet im nächsten Spiel direkt eine der schweren Brocken. In der letzten A-Klassen Saison gönnten diese dem Gegner im Schnitt nur einen Treffer pro Spiel. Wir werden berichten.

Nach oben