Damen I



Laden...

Bei etwas kühlem aber ansonsten optimalen Fußballbedingungen war die klare Zielvorgabe den Patzer von Königsdorf auszunutzen und die Tabellenspitze zu ergattern. Diesem Unterfangen im Weg stand die Mannschaft vom FSV Höhenrain II, die bisher zwar nur 6 Punkte auf der Haben Seite stehen hat, die es ob der durchweg knappen Niederlagen allerdings keinesfalls zu unterschätzen galt.

 

Wie mittlerweile beinahe zum Markenzeichen geworden legte die Grün-Weiße Offensive abermals los wie die Feuerwehr und ging nach bereits zwei gespielten Minuten durch Emma Schneider in Führung, die einen sehr schönen Spielzug über die linke Seite in bester Stürmer Manier verwertete. Kurz darauf war es dann Susi Hisdorf die erneut nach einer schönen Kombination mit einem sehenswerten Schuss beinahe von der Strafraumkante in den Winkel auf 2:0 stellte und damit für die nötige Sicherheit sorgte. Die Gäste zeigten bis dahin - hier sollte man sich nicht vom Resultat täuschen lassen - und in der Folge allerdings eine durchaus reife Spielanlage und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen, bissen sich allerdings in das letzte Angriffsdrittel kommend an unserer heute bestens aufgelegten Abwehr zunehmend die Zähne aus. Dem Offensivwirbel der Kickerinnen vom Gröbenbach konnte die Höhenrainer Abwehrreihe, auch wenn sie schwer zu bespielen war, oftmals aber nicht entscheidend beikommen. So erzielte Fjolla Krasniqi  mit ihrem insgesamt 9. Saisontor nach schönem Steckball in die Spitze alleine vor die Torhüterin zulaufend das vorentscheidende 3:0. Der Torhunger war damit aber noch nicht gestillt. Kurz vor der Pause erhöhte Jana, nachdem sie schön nachgesetzt und die gegnerische Abwehr unter Druck gesetzt hat, das 4:0 Kaltenberger. Sichtlich gut gelaunt ging es dann zum Pausentee.

 

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs war dann etwas unordentlich mit vielen Ungenauigkeiten und durcheinander. In dieser Phase hielten sich beide Teams überwiegend im Mittelfeld auf und niemand konnte so recht den Zug zu des Gegners Tor finden. Nach einem schönen Flügellauf über die Stationen Klara, Karo und Hereingabe von Emma war es dann Jules Vorwerk, die diese Phase mit dem 5:0 beendete und die Zeichen endgültig auf Sieg stellte. Emma Schneider mit ihrem zweiten Streich zum 6:0 kurz vor dem Ende setzte dann aus Sicht der Hausherrinen den Deckel drauf. Lediglich der kleine "Schönheitsfehler" durch den Ehrentreffer zum 6:1 nach einer Ecke trübte, wenn auch nur sehr marginal, die gute Stimmung.

 

Fazit:

Mit einem in dieser Höhe völlig unerwarteten Sieg - der FSV Höhenrain II hat bisher, wenn er verloren hat, lediglich mit einem Tor Unterschied das Nachsehen gehabt - haben unsere Damen nach dem kurzen Zwischenspiel gegen Adelshofen erneut die Tabellenführung erobert. Gerade in der ersten Halbezeit ungewohnt kaltschnäutzig in der Chancenverwertung zeigte die Offensevie erneut eine Sahneleistung. Doch auch die Defensive stand sehr robust und verschaffte Toni im Tor einen sehr arbeitsarmen Tag, was bei dem Teils schön vorgetragenem Spiel der Höhenrainerinnen nicht selbstverständlich ist. Diesen Erfolg gilt es nun zu genießen, sich aber keinesfalls darauf auszuruhen. Die Saison ist noch sehr lange und beschwerlich und die große Belohnung gibt es erst am Ende der Saison und nicht mitten drin.



Omnia Gallia est divisa in partes tres – und auch bei diesem Spiel war die Zahl drei allgegenwärtig. So spielte man nicht nur bereits das dritte Auswärtsspiel in Folge, sondern auch das dritte Mal gegen den gastgebenden SV Adelshofen. Ziel war es, gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen SVA den dritten Saisonsieg einzufahren oder, wenn das nicht gelingen sollte, zumindest mit dem dritten Unentschieden der Saison den Nimbus der „Ungeschlagenen“ nicht zu verlieren.

 

Dieses Unterfangen wollten die wie immer unangenehm zu bespielenden Hausherrinnen allerdings verhindern. Anders als in den Vorwochen gelang den Gästen diesmal kein Blitzstart nach wenigen Minuten. Offensiv begann es aber dennoch und man suchte zielstrebig den Weg zum gegnerische Gehäuse und kam so zu der ein oder anderen schönen Kombination und gefährlichen Aktion. In der Defensive stand man zumeist sattelfest und ließ den Adelshofnerinnen wenig Raum und kaum freie Lücken. Auch die ein oder andere Aktion, bei der man sich bei der Annahme des Balles gegenseitig im Weg stand, hatte so keine Auswirkungen. Für die Führung sorgte dann unsere „Tormaschine“ Fjolla mit ihrem bereits 8. Saisontreffer, dem abermals eine schöne und geradlinige Kombination vorrausgegangen war. Kurz darauf erhöhte die an diesem Tag stark aufspielende Emma auf 2:0 für die SG. Dass der SVA allerdings nicht zu unterschätzen war, zeigte sich exemplarisch an einer Eckballserie von vier oder fünf Ecken am Stück bei der Toni einmal in letzter Sekunde zur Stelle war und den Anschluss verhindern konnte. So ging es mit 2:0 in die Halbzeit.

 

In Durchgang zwei konnte man die Gäste ebenfalls in weiten Teilen vom eigenen Gehäuse fernhalten. Nur durch eigene Fehler brachte man die Adelshofener Offensive hier und da ins Spiel. Der Offensivkreisel wirbelte allerdings wie gewohnt vor sich hin – hier darf man niemanden unserer Offenivkräfte zu viel Raum lassen und ein Doppeln kann sich schnell dadurch rächen, dass eine andere Spielerin dadurch frei ist. In einer kämpferischen Partie, die mit vielen Zweikämpfen gespickt aber stets sehr fair war gelang es in der Folge keiner der Mannschaften mehr etwas auf die Anzeigetafel zu bringen. 2:0 – ausnahmsweise spielte die drei damit also keine Rolle – hieß es somit am Ende und der erste Sieg ohne Gegentreffer stand damit auf der Habenseite.

 

Fazit:

Die ein oder andere war – so ist den Trainern im Nachgang zu Ohren gekommen – war vor dem Spiel nervös. Das zeigte sich allerdings auf dem Feld nur bedingt und ein Zahnrad griff ins andere. Die Defensive stand fest und ließ den Adelshofner keine leichten Torschüsse  und so hatte Toni nicht viele knifflige Situationen im Tor zu klären. Das Mittelfeld ackerte wie gewohnt und legte etliche Kilometer zurück und war sich für keinen Zweikampf zu schade, ließ aber nicht nur kämpferische Attribute aufblitzen sondern kombinierte sich oftmals auch schön direkt durch die Reihen der Hausherrinnen. So kann es weitergehen und vorerst steht man nun am Platz an der Sonne und ist nun der „Gejagte“. Das Nervenkostüm der Spielerinnen, der Anhänger und der Trainer wird das aber mit Sicherheit auch aushalten.

Das zweite Spiel einer Vierer - Auswärtsspielserie am Stück stand für die Damen bei der FT Jahn Landsberg auf dem Programm. Wechselnd wie das Wetter an diesem Tag – von kaltem regnerischen Herbsttag bis zu „goldenem Herbstwetter“ in wenigen Stunden – sollte auch das Spiel gegen den Gastgebenden FT verlaufen, der in der Vorsaison noch in der Kreisklasse beheimatet war.

Gespielt wurde auf dem für uns ungewohnten 9er-Feld, da der FT Jahn in dieser Saison flex gemeldet hat. Das bedeutet das Spielfeld endete auf einer Seite bereits am Strafraum, dafür standen auch nur acht Feldspielerinnen pro Team auf dem Feld – Laufbereitschaft war also von Anfang bis Ende gefordert. Wie bereits in der Vorwoche legten die Grün-Weißen los wie die Feuerwehr und wollten gleich von Beginn an zeigen, dass nach zwei vorherigen Punkteteilungen es mal wieder Zeit für die volle Punktzahl wäre. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen war es Jules, die ihre Farben bereits nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung brachte. In der Folge bestimmten die Gäste weitestgehend das Spielgeschehen, kamen auch noch zu der ein oder anderen Möglichkeit. Dennoch galt es stets ein Auge auf die quirligen Offensivspielerinnen des FT Jahn zu haben, die bei dem ein oder anderen Gegenstoß für ordentlich Verwirrung in unserer Hintermannschaft sorgten und schwer aus dem Spiel zu nehmen waren. So kam es dann auch, dass der FT durch einen Doppelschlag das Spiel mit zwei Treffern in der 16. und 17. Minute drehte. Das hatten sich die Gröbenzeller nach dem bisherigen Spielverlauf anders vorgestellt. Davon nicht unterkriegend spielte man dennoch weiter offensiv nach vorne. Latten- und Pfostentreffer waren die Folge, doch die zählen bekanntlich im Fußball nicht. Kurz vor der Pause gelang Jules dann der Ausgleich, der allerdings vom Schiedsrichter nach einer vorrausgegangenen Kollision von Jules mit der Torhüterin im Kampf um den Ball nicht gegeben wurde. Letztere verletzte sich hierbei allerdings schwerer und konnte das Spiel leider nicht fortsetzen. Wir wünschen ihr auf diesem Weg gute Besserung. Mit einem 1:2 Rückstand ging es also in die Pause.

Mit deutlich besser eingerichtetem Zielvisier starteten die Mädels vom Gröbenbach dann allerdings in Durchgang zwei. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Karo der umjubelte 2:2 Ausgleichstreffer. Doch damit wollte man sich nicht zufriedengeben. Fjolla legte kurz darauf das 3:2 und 4:2 nach und drehte das Spiel wieder zu Gunsten des Gästeteams. Die Grün-Weißen bekamen die Gastgeberinnen immer besser in den Griff und konnten die Gegenstöße der Landsbergerinnen besser als noch in Durchgang eins früh unterbinden – begünstigt dadurch, dass eine der zwei quirligen Stürmerinnen nun notgedrungen zwischen den Pfosten stand. Es schien also alles seinen Lauf zu nehmen und die mitgereisten Anhänger im schmucken VR-Bank-Stadion konnten sich den verstärkt den durchkommenden Sonnenstrahlen widmen. Doch der FT sah das anders und kam eine Viertelstunde vor Schluss zum 3:4 Anschlusstreffer. Die Partie war kurzfristig wieder offen. Diese Kurzfristigkeit währte nur 5 Minuten bis zum 5:3 durch Jules nach schöner Vorarbeit von Karo. Und als Fjolla mit ihrem dritten Tor an diesem Tag zum 6:3 den Endstand herstellte, war bei allen Beteiligten die Freude über eine gelungene Auswärtsfahrt anzusehen.

Fazit:

Verdienter Auswärtssieg unserer Damen, die sich nach anfänglichen Problemen schnell an das neue Spielsystem gewohnt hatten. Freilich, dieses brachte deutlich mehr Laufbereitschaft gerade im Mittelfeld auf den Flügeln und in der zentralen offensiven Mittelfeldposition mit sich. Doch alle nahmen dies, auch wenn der ein oder andere Wink von der Trainerbank kommen musste, an. Auch vom Rückstand ließ man sich nicht beirren und spielte konsequent und konzertiert weiter.  Die Abwehr stand nach dem kurzzeitigen Blackout in der 16. und 17. Minute mit laufender Spielzeit immer sicherer. Somit konnte der gute Saisonstart bestätigt werden.

Am dritten Spieltag mussten die Damen beim letztjährigen Kreisligisten und Tabellenführer TSV Königsdorf antreten. Die Wiesn-Grippe sorgte bereits im Vorfeld für eine eingeschränkte Vorbereitung und wirkte auch auf die nominelle Schlagkraft des Teams am Spieltag nach.

Gespielt wurde auf dem dortigen Nebenplatz, der bei allen Beteiligten keine Euphorie auslöste. Die Seitenlinien ähnelten mehr einer Buckelpiste als einem Fußballplatz, wobei die eine Außenlinie gefühlt meterweise abfiel und von den dortigen Außenspieler von der Gegenseite teilweise nur der Kopf zu sehen war.

Weiterhin erschwert wurde die anstehende Aufgabe durch den pünktlich mit dem Einlaufen einsetzenden Starkregen, so dass sämtliche Spielerinnen nebst Betreuer und Zuschauer mangels Unterstellmöglichkeiten mit Anpfiff bis auf die Haut durchnässt waren.

Glücklicherweise gelang die Verdrängung der unwirklichen Wetterverhältnisse den Mädels aus Gröbenzell deutlich besser und diese konnten mit dem ersten durchdachten Angriff in der 2. Minute durch Emma, die den Angriff über die rechte Seite mit einem platzierten Schuss erfolgreich abschloss, gleich mal die beruhigende Führung herstellen,

Im Folgenden mussten sich die Gäste nicht nur gegen die frisurzerstörenden Wassermassen erwehren, sondern auch der teils rüden Spielart der Gegnerinnen, die völlig befreit jeglicher Sanktionierungen durch den Unparteiischen und wohl auch durch den vom Regen eingetrübten Sicht gefühlt mehr auf den Gegner gingen als auf den Ball. Gleichwohl hielten die Gröbenzellerinnen dagegen und blieben bemüht, ihre spielerische Linie zu finden. In dieser Selbstfindungsphase fiel dann nach einem Fehlpass im Halbfeld unsererseits in der 22. Minute der Ausgleich. Das Bestreben eines konstruktiven Spiels wurde gegen Ende der ersten Halbzeit dann dadurch weiter gedämpft, dass eine unserer zwei vorhandenen Auswechselspielerinnen nach lediglich 15 Minuten Spielzeit verletzt vom Platz musste, nachdem sie bei jeder vorherigen Ballannahme unsanft von den Beinen getreten wurden. Erstaunlich war, dass das Foul, was zur Verletzung führte, ungeahndet blieb und unsere Spielerin nur mit Hilfe von ihren eigenen Mitspielerinn den Platz verlassen konnte. Die aufgrund dessen ausgeführte Auswechslung hingegen wurde aber unter Androhung einer gelben Karte ganz kleinkariert regelkonform zurückgepfiffen. Auch Schiedsrichter müssen halt Prioritäten setzen.

Nicht unerwähnt soll die größte Chance zur Führung für die Heimmannschaft bleiben, bei der eine Königsdorferin alleine auf Toni zu lief, die die Chance mit gutem Stellungsspiel glücklicherweise vereiteln konnte.

In der zweiten Halbzeit ähnelte der Platz bei nicht nachlassendem Regen mit fortdauernder Spielzeit nunmehr der Mecklenburger Seenplatte. Zum Glück konnte das Wasser an den steilen Abhängen an der Außenlinie gut abfließen. Gleichwohl schwammen sich die Grün-Weißen immer mehr frei und drängten die Königsdorfer verstärkt in ihre eigene Hälfte. Auch in dieser Phase beließ es der Schiedsrichter selbst bei Tritten von hinten in die Beine unserer Spielerinnen, ohne dass der Ball in spielnähe wäre, bei Freistößen. Die Karten sollten wohl nicht nass werden.

Ungeachtet dieser Drangphase der Gastmannschaft gelang den Hausherrinnen dann mit einem feinen Schuss die 2:1 Führung. Angetrieben durch alle wiederfahrenden gefühlten Ungerechtigkeiten ging die Gröbenzeller Mannschaft noch entschlossener zur Sache, als Habeck bei den Energieentlastungen und hat nun die beste Phase des Spiels. Immer und immer wieder griffen die Unseren über die rechte Seite an und erspielten sich mal mehr und mal weniger gute Torchancen. Manchmal war die Ankunftszeit am zweiten Pfosten zu spät manchmal fehlt der Blick für den freien Mitspieler und die anderen Male war bei der Königsdorfer Torhüterin Endstation.

Belohnt wurde die Bemühungen zur Erleichterung aller mitgereisten Fans in der 77. Min. durch unseren Goalgetter Fjolla, deren Treffer zum 2:2 dann auch den Endstand markierte.

Dieser wurde durch eine 10 Min. Strafe gegen Spielende gegen uns auf Spiel gesetzt, nachdem die Meinungsfreiheit von Fjolla in Richtung Schiedsrichter mit der Runterstellung unterbunden wurde.  Für die dann aufkommende Diskussion auf dem Platz hatte der Schiedsrichter überhaupt kein Verständnis und drohte gar mit der roten Karte. Immerhin wussten wir nun, dass er immerhin beide Farben dabei hatte.

Fazit: Trotz der widrigen Verhältnisse bewies die Mannschaft eine super Moral und ließ sich auch vom Rückstand nicht vom Weg abbringen. Wie im vorherigen Auswärtsspiel wäre zwar mehr drin gewesen, aber die mangelnde Chancenauswertung ließ nicht mehr zu.

Am zweiten Spieltag ging es für die Damen in den Südwesten von München nach Baiernrain. Während die Gäste mit einem Sieg im Rücken anreisten, spielten die Hausherrinnen in ihrem ersten Spiel 0:0 gegen den SV Adelshofen. Auch die Tabelle der Vorsaison ließ ein enges Spiel erwarten, in dem man nicht mit einem Torfestival rechnen durfte.

Den Erwartungen folgend begann das Spiel dann auch. Beide Teams schenkten sich nichts und in den ersten Minuten spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Die Bereiche vor den jeweiligen Toren glichen eher „no man`s land“. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Grün-Weißen allerdings immer mehr Lücken zwischen den Abwehrreihen des SVB und testete mit schnellen Steilpässen die Defensive das ein um andere Mal. Der entsprechende Torerfolg ließ aber lange auf sich warten, da man sich entweder den Ball zu weit vorgelegt hat oder die Querlatte sich als souveräner 12 Spieler entpuppte. Kurz vor der Pause war es dann aber Sophia, die im x-Anlauf zur Erleichterung der Grün-Weißen Anhängerschaft endlich einen der in die Tiefe gespielten Anspiele im Gehäuse der Gäste unterbringen konnte. 1:0 für die SG. So ging es also in die Pause.

In der zweiten Hälfte änderte sich das Spielgeschehen nun zunehmend. Die Hausherrinnen, im Bestreben den Rückstand wett zu machen, übernahmen mit fortdauernder Spielzeit die Feldüberlegenheit, ohne dabei allerdings den Abwehrgürtel der Grün-Weißen überwinden zu können. Gleichzeitig ergaben sich durch das Aufrücken des Gegners Räume für die Mädels vom Gröbenbach, die in zahlreichen guten bis sehr guten Konterchancen durch Sophia, Emma und Fanny mündeten, die allerdings allesamt ihr Ziel verfehlten – am knappsten war der Lattenschuss von Sophia, dessen Abpraller für Emma etwas zu hoch war, so dass sie nicht in das verwaiste Tor einköpfen konnte. Nach einer kleinen Unachtsamkeit in der Abwehr kamen die Hausherrinnen nach einem Freistoß zum 1:1. Mit zunehmend schwindenden Kräften sehnten die Gröbenzellerinnen dann sehnlichst den Schlusspfiff herbei und wurden vom Schiedsrichter erlöst, der die Partie inmitten der Ausführung einer Ecke für Baiernrain beendete.

Fazit:

Es ist schwierig ein Fazit zu ziehen. Zwei Punkte verloren – aufgrund der zahlreichen sehr guten Torchancen, die allesamt liegen gelassen wurden und früh zu einer deutlichen Führung hätten führen können – oder einen Punkt gewonnen, da man am Ende mit dem Spielverlauf und der zunehmenden Verlagerung des Spielgeschehens in unsere Hälfte damit durchaus leben kann. Auf alle Fälle braucht die Mannschaft nach den zwei absolvierten Spielen mit dem Saisonstart dank einer weiteren couragierten Leistung nicht unzufrieden sein und kann mit dem Schwung nun in das „Spitzenspiel“ gegen den ehemaligen Kreisligisten Königsdorf gehen, die derzeit den Sonnenplatz in der Tabelle einnehmen.. 

Nach vielen Wochen, ja gar Monaten stand nach einer urlaubsreichen Sommerpause ohne jedwedes Testspiel das erste A-Klassen Spiel auf dem Kalender der jungen Grün-Weißen Damen. Gegner war die zweite Mannschaft des BCF Wolfratshausen, die in der Vorsaison noch in der Kreisklasse spielten.

 

Nachdem beim Gegner auch die letzten Nachzügler, die vorher noch in der ersten Mannschaft vom BCF in der BOL spielen mussten, eingetroffen waren, konnte mit 10-minütiger Verspätung die neue Saison für uns angehen. Entsprechend der fehlenden Spielpraxis war die Anfangsphase sehr ausgeglichen. Beide Teams gönnten sich nichts und es zeichnete sich ein offener Schlagabtausch ab, bei dem jede Seite zu ihren Möglichkeiten kam, die entweder durch mangelnde Treffsicherheit oder vom standhaften Aluminium, welches Fernschüsse ohne zu murren abwehrte, souverän vereitelt wurden. In der 21. Minute erzielten die Gäste dann den zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Führungstreffer nach einer Kommunikationspanne in der Hintermannschaft - frei nach Motto „nimm Du ihn, ich habe ihn sicher“. Davon nicht beeindruckt gelang den Hausherrinnen aber fast im Gegenzug durch Fjolla der Ausgleich. Die glücklicherweise das Wort Pressing über die Sommerpause gerettet hatte und das Aufbauspiel der gegnerischen Torhüterin richtig antizipierte. Sie luchste der angespielten gegnerischen Verteidigerin nicht nur erfolgreich den Ball ab, sondern konnte diesen dann auch noch lehrbuchmäßig im dafür vorgesehen Tor unterbringen. In der Folge kamen die Damen vom Gröbenbach Stück für Stück besser in die Partie. Sophia brachte ihre Mannschaft kurz vor der Pause dann nach einem Durchstoß in den Strafraum von der linken Seite mit 2:1 in Front, nachdem zuvor weitere gute Möglichkeiten nicht das gewünschte Ergebnis brachten. Fast mit dem Halbzeitpfiff legte Sophia dann mit dem vermeintlich beruhigenden 3:1 Halbzeitstand nach, einer Kopie des 2:1.

 

Ruhig weiterspielen, möglichst lange den Anschluss verhindern und vorne nachlegen - das war die Vorgabe von der Bank für Halbzeit zwei. Und wie das so häufig mit Plänen ist, irgendjemand hat immer was dagegen und so durchkreuzten die Damen von der Loisach diesen bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit dem 2:3 Anschlusstreffer (Fernschuss aus rd. 50 Meter über die weit aufgerückte Toni hinweg ins Tor, super Treffer). Weiterhin in sich gekehrt ließen sich die Gröbenzellerinnen von dem Gegnertor allerdings nicht aus der Ruhe bringen. In der 62 Min. stellte Fjolla mit einem typischen "Fjolla Tor" den zwei Tore Abstand wieder her. Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Spielgeschehen immer mehr vom Zentrum in die Hälfte der Wolfratshausenerinnen. Erneut Fjolla in der 67. und Sophia nach einem super Spielzug, der bei der Torhüterin über die Außenverteidigerin begann und 2 Stationen später einen erfolgreichen Abschluss fand, sorgten für die mehr als beruhigende zwischenzeitliche 6:2 Führung. Der Schlusstreffer in einer abwechslungsreichen Partie zum Endstand von 6:3 war dem Gast vorbehalten.

 

Fazit:

Aller Anfang ist schwer aber gemacht. Trotz der sehr bescheidenen Vorbereitung ist der Auftakt in der A-Klasse geglückt. Spielerisch ließ sich das Spiel zwar sehr gut ansehen, wenngleich nicht alle Automatismen direkt wieder geklappt haben. Gerade zum Ende hin merkte man (und sah es auch) einigen Spielerinnen die noch nicht vorhandene Fitness deutlich an, die leider das A und O ist, um richtig was reißen zu wollen. Da kommt für die Damen das Oktoberfest insofern eher zu Unzeiten.

Mit dem letztjährigen Tabellendritten, dem SV Baiernrain-Linden wartet im nächsten Spiel direkt eine der schweren Brocken. In der letzten A-Klassen Saison gönnten diese dem Gegner im Schnitt nur einen Treffer pro Spiel. Wir werden berichten.

Nach oben